Falstaff Magazin 07/2010

 

Quergewinzert - Prominente Neueinsteiger im Weingarten

Die Leidenschaft für Wein kann sich in vielfältiger Weise aus drücken. Der eine sammelt Tausende Flaschen, ein anderer bereist sämtliche Weinbaugebiete. Den ultimativen Schritt setzt der Weinfreund, wenn er sich entschließt, selbst Hand an die Rebe zu legen. Für diese unerschrockenen Neo-Weinbauern gibt es viele Namen: Sie sind Quereinsteiger, Klein- oder Hobbywinzer. Gemeinsam ist ihnen, dass sie mit großem Ernst bei der Sache sind. Sie sind für die heimische Weinszene das Salz in der Suppe.

Sie sitzen in ihrem Brotberuf hinter großen Schreibtischen, haben verantwortungs- volle Positionen inne und zählen zu den bes ten ihres Metiers. In ihren freien Stunden aber schuften sie in schmutzigen Klamotten im Rebberg, schwitzen im Presshaus und tüfteln an ihrer neuesten Vinifikationstheorie. 

Sie sind ehrgeizig und zielstrebig und werden dennoch von ihren »echten« Winzerkollegen oft nur milde belächelt. Wie kommt man auf so eine Idee, warum bleibt man nicht auf der Konsumentenebene und kauft sich einfach statt jeder Menge Arbeit die Weine, die einem schmecken? 

Falstaff ist dieser Frage nachgegangen und hat einige typische Vertreter dieser önologischen Freizeitbeschäftigung nach ihrer speziellen Motivation gefragt (...)

(...) Dagmar und Ludwig Follner hatten über Starwinzer Kurt Feiler vom Weingut Feiler-Artinger einen Hektar in bester Lage in Rust angeboten bekommen und zugeschlagen. Mittlerweile sind noch weitere Rebflächen in Toprieden dazugekommen. Das Paar hat auf biologische Bewirtschaftung umgestellt und mit Kurt Feiler einen önologischen Berater zur Seite. Im Brotberuf leitet Ministe rialrat Dr. Ludwig Follner übrigens das Bürgerservice des Bundespressediensts im Bundeskanzleramt am Wiener Ballhausplatz.

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